Die südkoreanische Marine hat den nordkoreanischen Rechtsanspruch auf südkoreanische Hoheitsgewässer im Gelben Meer offiziell zurückgewiesen. In einer Erklärung machte Südkorea deutlich, dass die Gewässer, in denen die Marine ihr beim jüngsten Seegefecht mit Nordkorea gesunkenes Schiff bergen will, unter südkoreanischer Hoheit stehen. Eine ernsthafte Mahnung gelte daher den Nordkoreanern, falls sie in südkoreanische Gewässer eindringen wollten. Die nordkoreanische Militärvertretung im Waffenstillstandsdorf Panmunjom hat gestern die südkoreanische Marine dazu aufgefordert, sie über die Einzelheiten der Bergungsarbeiten frühzeitig zu informieren. Die Gewässer, in denen die Bergung stattfinden sollte, würden zu Nordkorea gehören. Nordkorea werde die Nördliche Grenzlinie (NLL), die von den Vereinten Nationen (UNO) nach dem Koreakrieg einseitig festgelegt wurde, weiterhin nicht respektieren, hieß es.