Die Regierung in Seoul hat einen Stopp der Wirtschafts- und Energiehilfe für Nordkorea angekündigt, sollte das kommunistische Land seine Nuklearanlage in Yongbyon wieder aufbauen.
Nach den Arbeitsgesprächen zur Energiehilfe für Nordkorea am Freitag sagte ein südkoreanischer Regierungsbeamter in Seoul, die Energiehilfe werde im Gegenzug zur nuklearen Abrüstung in Nordkorea geleistet. Darauf hätten sich Nordkorea und die anderen Teilnehmerstaaten bei den Sechser-Gesprächen bereits verständigt.
Der Regierungsbeamte sagte außerdem, dass beide Seiten keinen Termin für das nächste Treffen festlegen konnten. Die diesmaligen Arbeitsgespräche seien von Nordkorea einberufen worden. Daran erkenne man Nordkoreas Interesse, Verhandlungen sowohl mit Südkorea als auch mit anderen Teilnehmerstaaten der Sechser-Gespräche fortsetzen zu wollen.
Im Rahmen der Vereinbarung bei den Sechser-Atomgesprächen hat Südkorea dem kommunistischen Land versprochen, als Gegenleistung für die atomare Abrüstung Wirtschafts- und Energiehilfe im Wert von einer Million Tonnen Schweröl zu liefern. 49 Prozent der Lieferungen sind bislang erfolgt.