Das innerkoreanische Militärgespräch ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen.
Bei der ersten Kontaktaufnahme zwischen Militärs seit dem Amtsantritt einer neuen Regierung in Südkorea konnten beide Seiten lediglich ihre Meinungsunterschiede in bilateralen Fragen bestätigen. Südkorea forderte zur Zusammenarbeit für die Klärung des Todes einer südkoreanischen Touristin im Geumgang-Gebirge und Garantie der Sicherheit südkoreanischer Touristen in Nordkorea auf. Gefordert wurden darüber hinaus die Vereinfachung der Ein- und Ausreisekontrolle für südkoreanische Besucher im Gaesung-Industriepark und der Stopp der Verleumdungen gegen Südkoreas Präsident Lee Myung-bak.
In der Frage der getöteten Touristin war Nordkorea zu keinem Entgegenkommen bereit. Über die weiteren Forderungen des Südens wollten die nordkoreanischen Vertreter zunächst mit der Regierung in Pjöngjang diskutieren. Nordkorea stellte bei dem Treffen seinen Protest gegen die Verteilung von Flugblättern durch antikommunistische südkoreanische Privatorganisationen in den Vordergrund. Sollten weiterhin nordkoreafeindliche Flugblätter verteilt werden, werde dies zu Problemen bei Gemeinschaftsprojekten führen, drohte die nordkoreanische Seite.