Japanischen Medien zufolge lehnt Südkoreas Präsident Lee Myung-bak einen direkten Dialog zwischen den USA und Nordkorea nicht ab.
Die Tageszeitung „Mainichi Shimbun“ schrieb, dass Lee am Sonntag vor Journalisten aus Korea, Japan und Großbritannien gesagt habe, dass er keinen Einwand gegen ein Gipfelgespräch zwischen dem nächsten US-Präsidenten Barack Obama und Nordkoreas Staatschef Kim Jong-il habe. Als Bedingung nannte Lee auf der Pressekonferenz an seinem Amtssitz aber, dass ein solcher Kontakt zur Beseitigung des nordkoreanischen Atomprogramms beitragen müsse.
Lee teilt Bedenken, wonach Südkorea bei einer Verbesserung des Verhältnisses zwischen Washington und Pjöngjang isoliert würde, nicht. Zur Begründung sagte das Staatsoberhaupt, dass sich die Beziehungen zwischen Südkorea und den USA nur fortentwickelten, wenn Washington seine Anstrengungen für die Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel steigerte.
Lee fügte hinzu, dass seine Amtsvorgänger Kim Dae-jung und Roh Moo-hyun zu einem Spitzentreffen mit Nordkoreas Staatschef zusammenkamen und auch er gewillt sei, Kim Jong-il zu treffen.
Nach weiteren Angaben in dem Zeitungsbericht habe Lee in der Runde deutlich die Absicht geäußert, Nordkorea Hilfe anzubieten.