Der designierte südkoreanische Vereinigungsminister, Hyun In-taek, hat die Nordkorea-Politik der amtierenden Regierung in Seoul gegen Kritiker im eigenen Land verteidigt.
Hyun bestritt bei seiner Anhörung durch einen Parlamentssausschuss, dass der konservative Präsident Lee Myung-bak eine harte Linie gegenüber dem kommunistischen Nachbarland vertrete. Er wolle sich als Vereinigungsminister für einen Dialog mit Nordkorea einsetzen, um dessen feindselige Haltung zu beenden, sagte Hyun.
Lees sogenannte Politik der “Denuklearisierung, Öffnung, 3000” sei eine Politik der Koexistenz und beiderseitigen Wohlstands.
Hyun, der Professor für Politikwissenschaft an der Korea-Universtität in Seoul ist, spielte eine große Rolle beim Entwurf des politischen Kurses Lees gegenüber Pjöngjang. Eine der Versprechungen Lees lautete, das Pro-Kopf-Einkommen der Nordkoreaner auf 3000 Dollar zu heben, falls das Land auf Nuklearwaffen verzichte.
Nordkorea hat Südkorea einen Konfrontationskurs vorgeworfen und die Regierung in Seoul zur Umsetzung der Gipfelvereinbarungen vom Oktober 2007 aufgerufen.
Falls Südkorea den Dialog anbiete, könnten die Missverständnisse und Probleme im innerkoreanischen Verhältnis beseitigt werden, sagte Hyun.