Südkorea hat vor dem UN-Menschenrechtsrat Nordkorea zur Verbesserung seiner Menschenrechtslage aufgefordert. Nordkorea übte daraufhin vehement Kritik an der Regierung in Seoul.
Der stellvertretende südkoreanische Außenminister Shin Gak-soo sagte in seiner Ansprache zur Eröffnung der zehnten Ratssitzung, Südkorea teile die tiefe Besorgnis der internationalen Gemeinschaft über eine kritische Menschenrechtslage in Nordkorea. Nordkorea müsse seinen Verpflichtungen aus der UN-Menschenrechtskonvention nachkommen und Maßnahmen zur Verbesserung der Lage einleiten.
Der Attaché der nordkoreanischen Vertretung in Genf Choi Myung-nam kritisierte den Vorwurf umgehend. Der südkoreanische Vertreter habe mit frechen Aussagen über die nordkoreanische Menschenrechtsfrage lediglich den Konflikt und Hass geschürt. Damit sei unverkennbar gegen die gemeinsamen Gipfelerklärungen von 2000 und 2007 verstoßen worden. Dies sei unter keinen Umständen zu rechtfertigen und müsse auf Schärfste kritisiert werden. Der nordkoreanische Diplomat forderte außerdem die Abschaffung des Nationalen Sicherheitsgesetzes in Südkorea.