Südkorea will eine uneingeschränkte Beteiligung an der US-geführten Initiative zur Nichtverbreitung von Massenvernichtungswaffen (PSI) überprüfen, sollte Nordkorea eine Rakete starten.
Das sagte Außenminister Yoo Myung-hwan. Ihm zufolge werde mit der Initiative das Ziel verfolgt, die Nichtverbreitung von Massenvernichtungswaffen zu unterstützen. Nach einem nordkoreanischen Raketentest wachse die Gefahr der Weitergabe von Massenvernichtungswaffen.
Zuvor hatte ein ranghoher Vertreter des Außenministeriums gesagt, sollte Nordkorea nach Atomtests auch noch Langstreckenraketen testen, würde dies ein völlig anderes Sicherheitsumfeld als bisher bedeuten. Ein Raketentest wäre damit ein Anlass, die uneingeschränkte Beteiligung an PSI zu überprüfen.
Trotz wiederholter Aufforderung der USA nimmt Südkorea nur als Beobachter an Übungen der Initiative teil. Der Grund ist die Sorge vor einer möglichen Beeinträchtigung der Beziehungen zu Nordkorea.
PSI war im Mai 2003 von US-Präsident Bush ins Leben gerufen worden. Die Bewegung ist unter anderem gegen Nordkorea, Iran und Syrien gerichtet.