Wie nachträglich bekannt wurde, hat das südkoreanische Vereinigungsministerium ein Gesprächsangebot Nordkoreas für den gestrigen Mittwoch abgelehnt.
Wie aus Ministeriumskreisen verlautet, soll der Vorschlag am 4. Mai von der nordkoreanischen Behörde zur Verwaltung des innerkoreanischen Industriekomplexes Kaesung gemacht worden sein.
Der Süden soll das Angebot abgelehnt haben, weil die Frage eines im März im Norden festgenommenen Mitarbeiters des Unternehmen Hyundai Asan nicht auf der vorgeschlagenen Tagesordnung stand.
Das Vereinigungsministerium gab allerdings bekannt, beide Seiten stünden derzeit in Briefkontakt, um die nächsten Regierungsgespräche zustande zu bringen. Das Ministerium schließt die Möglichkeit nicht aus, dem Norden Ende dieser Woche offizielle Gespräche vorzuschlagen.
Das letzte innerkoreanische Treffen am 21. April in Kaesung ging ohne Ergebnis nach etwa 20 Minuten zuende. Das Treffen hatte der Norden mit den Worten vorgeschlagen, dass Pjöngjang eine wichtige Mitteilung zu machen habe.