Im Zuge des Tauziehens um den Termin und die Tagesordnung innerkoreanischer Gespräche hat die südkoreanische Regierung einen erneuten Vorschlag gemacht, diese nächste Woche im Industriepark in Kaesung abzuhalten.
Auf der Tagesordnung sollen neue Verhandlungen über bestehende Einigungen für die Verwaltung des Industriekomplexes Kaesung und die Frage des seit März im Norden festgehaltenen Mitarbeiters von Hyundai Asan stehen.
Die vom Süden für heute angestrebten innerkoreanischen Arbeitsgespräche in Kaesung waren zuvor vertagt worden.
Beiden Teilen Korea ist es nicht gelungen, die Differenzen über die Tagesordnung abzubauen. Südkorea beharrt darauf, dass die Frage des seit Ende März im Norden festgehaltenen Mitarbeiters von Hyundai Asan thematisiert werden solle. Dies soll Nordkoreas Komitee zur Entwickung von Sonderzonen abgelehnt haben, mit dem Argument, dass es nicht dafür zuständig sei.
Seit dem Arbeitstreffen am 21. April in Kaesung ringen beide Teile Koreas um den Termin und die Gesprächsthemen eines neuen Treffens. Nordkoreas Vorschlag für ein Folgetreffen am 6. Mai hatte Südkorea abgelehnt. Auf Südkoreas Vorschlag für ein Treffen am 15. Mai hatte der Norden ein Gespräch am 12. Mai vorgeschlagen.
Während des letzten Treffens am 21. April drohte Nordkorea, alle Vorzugsbedingungen für die dort ansässigen südkoreanischen Unternehmen überdenken zu wollen. Nordkorea forderte unter anderem Gehaltserhöhungen für nordkoreanische Arbeiter und die frühzeitige Zahlung von Grundstücksnutzungsgebühren. Das Treffen endete nach etwa 20 Minuten.