Nordkorea hat am Freitag sämtliche Einigungen über die Verwaltung des innerkoreanischen Industriekomplexes Kaesung für nichtig erklärt.
Sollte Südkorea neue Vorschläge nicht akzeptieren, könne es sich aus dem Industriepark zurückziehen.
Dies teilte das Zentralkomitee zur Entwickung von Sonderzonen über die Verwaltungskommission im Industriepark Kaesung mit. In der Mitteilung hat Nordkorea alle Vorzugsbedingungen für die dort ansässigen südkoreanischen Unternehmen, darunter über Gehalte für nordkoreanische Arbeiter, Grundstücksnutzungsgebühren und Steuer sowie relevante Regelungen für nichtig erklärt. Die südkoreanischen Unternehmen sollten die Forderungen entweder bedingungslos annehmen, oder ruhig aus dem Komplex abziehen, hieß es.
Die südkoreanische Regierung hat in einem Kommentar dazu Nordkoreas Vorschlag als einseitig und inakzeptabel bezeichnet.
Unterdessen hat Seoul heute Vormittag innerkoreanische Gespräche nächste Woche in Kaesung vorgeschlagen, nachdem die für heute angestrebten Gespräche vertagt worden waren.
Seit dem Arbeitstreffen am 21. April in Kaesung ringen beide Teile Koreas um den Termin und die Gesprächsthemen eines neuen Treffens. Nordkoreas Vorschlag für ein Folgetreffen am 6. Mai hatte Südkorea abgelehnt. Auf Südkoreas Vorschlag für ein Treffen am 15. Mai hatte der Norden ein Gespräch am 12. Mai vorgeschlagen.
Südkorea beharrt darauf, dass die Frage des seit Ende März im Norden festgehaltenen Mitarbeiters von Hyundai Asan thematisiert werden solle. Dies soll Nordkoreas Komitee zur Entwickung von Sonderzonen mit dem Hinweis abgelehnt haben, dass es nicht dafür zuständig sei.
Während des letzten Treffens am 21. April hatte Nordkorea schon gedroht, alle Vorzugsbedingungen für die dort ansässigen südkoreanischen Unternehmen überdenken zu wollen. Das Treffen endete nach etwa 20 Minuten.