Die Regierung in Seoul sucht nach Maßnahmen zum gegenwärtigen Konflikt um den innerkoreanischen Industriekomplex in der nordkoreanischen Grenzstadt Kaesung. Der Norden hatte am Freitag alle die Anlage betreffenden Verträge für nichtig erklärt.
Nach einer Sitzung des Vereinigungsministeriums bestätigte Sprecherin Lee Jong-ju den bisherigen Standpunkt der Seouler Regierung, dass bei den Arbeitsgesprächen über den Industriepark Kaesung die Frage des seit März im Norden festgehaltenen Mitarbeiters von Hyundai Asan thematisiert werden solle.
Das südkoreanische Vereinigungsministerium betrachtet jedoch die innerkoreanische Gespräche über Kaesung nicht als gescheitert. Das Vereinigungsministerium will den Norden weiterhin dazu überreden, Südkoreas Gesprächsvorschlag für den 18. Mai zu akzeptieren.