Ein Vorstandsmitglied der Regierungspartei GNP hat gefordert, die südkoreanischen Unternehmen aus dem innerkoreanischen Gewerbekomplex Kaesung abzuziehen.
Bei einer Parteivorstandssitzung in Anwesenheit des Vereinigungsministers Hyun In-taek habe Chung Mong-jun die jüngsten Regierungsmaßnahmen für die derzeitigen Konflikte mit Nordkorea als zu passiv kritisiert. Wie Parteisprecherin Cho Yoon-sun mitteilte, hätten die monatelange Festnahme eines Mitarbeiters von Hyundai Asan und Nordkoreas einseitige Rückgängigmachung sämtlicher Verträge zum Betrieb des Kaesung-Komplexes im Mittelpunkt der Sitzung gestanden.
Dazu soll Vereinigungsminister die bisherige Stellungnahme wiederholt haben, zunächst die Reaktion Nordkoreas auf Südens Gesprächsangebot abwarten zu wollen. Um die Freilassung des Mitarbeiters Yu werde sich auf verschiedenem Wege bemüht, hieß es.