Die südkoreanische Regierung schließt die Möglichkeit aus, Unternehmen aus dem innerkoreanischen Industriekomplex im nordkoreanischen Kaesung zurückzuziehen.
Der Sprecher des Vereinigungsministeriums Kim Ho-nyun bekräftigte, dass die Seouler Regierung ihre Bemühungen für einen stabilen Betrieb des Industriekomplexes konsequent fortsetze. Die Regierung lasse sich nicht von skeptischen Stimmen beeindrucken, die seit der jüngsten Drohung Nordkoreas laut geworden seien. Nordkorea hatte am vergangenen Freitag gedroht, alle bilateralen Verträge über den Kaesung-Komplex zu kündigen. Pjöngjang forderte gleichzeitig Gehaltserhöhungen für die nordkoreanischen Arbeiter und die frühzeitige Zahlung von Grundstücksnutzungsgebühren.
Der Ministeriumssprecher Kim bekräftigte darüber hinaus den Willen der Seouler Regierung, sich für die Freilassung des im Norden festgehaltenenen südkoreanischen Arbeiters einzusetzen. Dies sei eine wesentliche Frage, die sich unmittelbar mit einer stabilen Entwicklung des Industrieparks zusammenhänge, hieß es.