Der Weltsicherheitsrat hat Nordkoreas zweiten Atomtest verurteilt.
Bei einer Dringlichkeitssitzung am Montag in New York beschlossen die 15 Mitgliedsstaaten des Rates einstimmig, umgehend mit der Ausarbeitung einer neuen Sanktionsresolution zu beginnen.
In einer Erklärung wurde der Atomtest als klarer Verstoß gegen die Resolution 1718 des Weltsicherheitsrates verurteilt. Diese untersagt Pjöngjang Tests mit ballistischen Flugkörpern sowie Atomversuche.
Aus diplomatischen Kreisen in New York verlautete, dass die neue Resolution schärfere Sanktionen beinhalten könne, darunter ein Verbot jeglichen Waffenhandels, das Einfrieren von nordkoreanischem Vermögen im Ausland und Einschränkungen im Finanzhandel.
Eine neue Resolution werde voraussichtlich bald vorgelegt, da China und Russland in der Dringlichkeitssitzung keine Vorbehalte geäußert hätten.
Unterdessen sagte UN-Generalsekretär Ban Ki-moon in Kopenhagen, dass notwendige Schritte unternommen werden sollten, um dem klaren Verstoß gegen UN-Resolutionen entgegenzuwirken.
Nordkorea hatte am Montagvormittag einen unterirdischen Atomtest durchgeführt. Anschließend startete das kommunistische Land drei Raketen.