Nordkorea hat Südkoreas Beitritt zur Sicherheitsinitiative PSI scharf kritisiert.
Das kommunistische Land drohte mit einem schweren Militärschlag. Der Sprecher der nordkoreanischen Streitkräfte am Waffenstillstandsdorf Panmunjom bezeichnete in einer Erklärung Südkoreas Beteiligung an der PSI als Kriegserklärung. Jede geringste Aktion gegen nordkoreanische Schiffe werde umgehend mit einem schweren Militärschlag beantwortet. Die Durchsuchung von Schiffen, so wie im Rahmen der US-geführten Initiative zur Nichtverbreitung von Massenvernichtungswaffen vorgesehen, setzte Nordkorea mit einer Verletzung seiner Souveränität gleich.
Der Sprecher drohte außerdem, dass Nordkorea für den rechtlichen Status der fünf kleinen südkoreanischen Inseln Südkoreas im Westmeer sowie die Sicherheit militärischer und ziviler Schiffe aus Südkorea und den USA nicht mehr garantieren könne. Nordkoreas Militär fühle sich nicht mehr an das Waffenstillstandsabkommen gebunden. Sollte die Regelung über den Waffenstillstand nicht mehr verbindlich sein, werde die koreanische Halbinsel rechtlich gesehen in einen Kriegszustand versetzt, hieß es.
Südkorea hatte am Dienstag als Reaktion auf Nordkoreas jüngsten Atomtest den Beitritt zur PSI erklärt.