Ein südkoreanisches Unternehmen will sich aus dem innerkoreanischen Industriepark Kaesung zurückziehen.
Ein Bekleidungshersteller habe am Montag bei der zuständigen südkoreanischen Behörde offiziell den Rückzug beantragt, sagte der Sprecher des Vereinigungsministeriums Chun Hae-sung.
Als Begründung sei ein Auftragsrückgang als Folge der Abkühlung der innerkoreanischen Beziehungen genannt worden. Auch seien Sorgen über die Sicherheit der südkoreanischen Mitarbeiter als Begründung angeführt worden.
Das Unternehmen ist seit April 2007 am Standort Kaesung vertreten und beschäftigte zuletzt 100 Nordkoreaner.
In der Industriezone stellen zurzeit 106 Unternehmen her. Sie beschäftigen rund 40.000 Nordkoreaner.
In Unternehmenskreisen in Seoul wird mit weiteren Rückzügen gerechnet, sollten die innerkoreanischen Arbeitsgespräche zum Kaesung-Komplex am 11. Juni negative Ergebnisse bringen.