Südkoreanische Unternehmen mit Fabriken im innerkoreanischen Industriepark Kaesung haben Nordkoreas Lohnforderungen abgelehnt.
Nordkorea hatte am Donnerstag 300 Dollar Monatslohn je Arbeiter gefordert. Zurzeit werden 75 Dollar gezahlt.
Die geforderte Summe sei unrealistisch, erklärten die Unternehmen. Schon jetzt würden Verluste eingefahren, da die Bestellungen im Zuge der Wirtschaftskrise eingebrochen seien. Einschließlich anderer Kosten würden die Unternehmen schon jetzt je Arbeiter 110 Dollar zahlen. Damit liege das Niveau über dem in Vietnam und nur leicht unter dem in China.
Sollte Nordkorea an seinen Lohnforderungen festhalten, würde sich die Mehrheit der Unternehmen aus Kaesung zurückziehen.
Unterdessen gaben die Unternehmen außerdem bekannt, die südkoreanische Regierung angesichts der sich zuspitzenden Finanzsituation um Nothilfe zu bitten.