Die südkoreanische Regierung will Reisen nach Nordkorea trotz Protest der Unternehmen weiter verbieten.
Die Regierung wisse zwar von den Schwierigkeiten der Unternehmen, die in Nordkorea außerhalb der Industriezone Kaesung Geschäfte treiben. Die Regierung sehe sich aber aus Sicherheitsgründen dazu gezwungen, an dem Reiseverbot festzuhalten, sagte der Sprecher des Vereinigungsministeriums Chun Hae-sung.
Aufgrund der Spannungen mit Nordkorea werden Reisen nach Nordkorea zurzeit nicht erlaubt. Eine Ausnahme gilt für Fahrten zum Industriekomplex in Kaesung. Unternehmen, die außerhalb von Kaesung herstellen, forderten die Regierung auf, wieder die Einreise nach Nordkorea zu ermöglichen.
An die 50 Unternehmen drohe wegen des Reiseverbots der Konkurs, hieß es. Sie kritisieren, dass die Regierung zu sehr auf den Kaesung-Komplex fokussiert sei, dessen Anteil am innerkoreanischen Handel bei lediglich zehn Prozent liege. Die betroffenen Unternehmen wollten sich zu einem Verband zusammenschließen, um geschlossen vorgehen zu können. Es werde erwartet, dass sich bis zu 400 Unternehmen daran beteiligten, hieß es.