Beide Koreas setzen heute ihre Gespräche über den gemeinsamen Industriepark im nordkoreanischen Kaesong fort.
Etwa zehn südkoreanische Delegierte sind am Morgen am nordkoreanischen Industriekomplex Kaesong eingetroffen. Die Gespräche sollen um 10 Uhr beginnen.
Aus Nordkorea nehmen nach Angaben des südkoreanischen Vereinigungsministeriums fünf Funktionäre teil, darunter der stellvertretende Chef des Zentralkomitees für die Entwicklung von Sonderzonen Park Chul-soo.
Es ist das dritte Treffen zum Management des Industrieparks nach den Gesprächen am 21. April und 11. Juni.
Beim letzten Treffen hatte Nordkorea eine Anhebung des Monatslohns für seine Arbeiter von 75 auf 300 Dollar gefordert, außerdem die Zahlung einer Grundstückspacht in Höhe von 500 Millionen Dollar.
Südkorea will Priorität auf die Sicherheit der Südkoreaner in Kaesong legen. Auch über den seit März im Norden festgehaltenen Mitarbeiter von Hyundai Asan soll gesprochen werden.
Interesse zieht auf sich, wie Nordkorea nach dem Gipfeltreffen zwischen Südkorea und den USA reagieren wird. Bei dem Gipfel war ein geschlossenes Vorgehen gegen Nordkoreas Nuklearprogramm vereinbart worden. Für die Zukunft des Industrieparks sei laut Beobachtern entscheidend, wie Nordkorea mit dem Schulterschluss zwischen Seoul und Washington umgehe, hieß es.