Sport
Ein Bootsflüchtling offenbar unfreiwillig übergelaufen
Write: 2002-08-20 00:00:00 / Update: 0000-00-00 00:00:00
Einer der gestern nach Südkorea geflüchteten 21 Nordkoreaner ist allem Anschein nach unfreiwillig übergelaufen. Der 33-jährige Bootsmann Lee Kyung-sung wurde im Maschinenraum des Bootes gefesselt aufgefunden, als die südkoreanische Küstenwache das Boot der Flüchtlinge durchsuchte. Beim Verhör soll Lee, der eine Frau und eine Tochter in Nordkorea haben soll, gesagt haben, dass er keinen Grund habe, sich in den Süden abzusetzen. Nach Worten von Sun Ryong-bum, der die Fluchtaktion leitete, hatte Lee an dem Abend Nachtdienst auf dem Boot. Die Flüchtlinge sollen den Bootsmann aus Angst davor, dass er ihre Pläne durchkreuzt, im Maschinenraum gefesselt haben, hieß es. Ein südkoreanischer Regierungsbeamter sagte, dass man über das Schicksal des Bootsmanns mit größter Sorgfalt entscheiden werde. Seine wahren Absichten und sein Wunsch würden dabei besonders stark berücksichtigt, hieß es.
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