Ein südkoreanisches Unternehmen will wegen seinen in Nordkorea erlittenen Verlusten eine Entschädigung einklagen.
Der Präsident des Hanftextilienherstellers Andong Kim Jung-tae teilte mit, Anfang Juli Klage gegen die Seouler Regierung einzureichen. Ihm zufolge sei ein harter und starrer Kurs der Regierung gegenüber Nordkorea verantwortlich für die drohende Pleite seines Unternehmens.
Andong hatte im Vorjahr mit Nordkorea ein Gemeinschaftsunternehmen mit Sitz in der Hauptstadt Pjöngjang gegründet. Seit die Regierung in Seoul im April Reisen nach Nordkorea verbat, stehe die Fabrik in Pjöngjang still. Die Regierung müsse daher für Verluste des Unternehmens aufkommen, so der Unternehmer.
Reisen nach Nordkorea waren verboten worden, als bekannt wurde, dass ein Südkoreaner im Industriepark Kaesong festgehalten wird. Eine Ausnahme gilt lediglich für Pendler zum Industriepark.