Die Regierung hat angesichts der jüngsten Hacking-Offensive die Internetanbieter aufgefordert, notfalls den Zugang für infizierte Computer zum Internet zu sperren.
Der Vorsitzende der Kommission für Rundfunk und Kommunikation Choi Si-jung bat in einer Krisensitzung darum, konkrete Maßnahmen hierfür auszuarbeiten. Da die Angriffe über einzelne infizierte PCs ausgeführt würden, hätten die Internetanbieter eine sehr wichtige Rolle. Eine Möglichkeit sei, dass infizierte PCs vor dem Einloggen ins Internet erkannt und die Benutzer zum Löschen schädlicher Dateien aufgefordert werden. Im äußersten Fall müsse auch eine Internetsperre diskutiert werden.
Die südkoreanische Regierung berief unterdessen eine weitere Krisensitzung ein, an der die Minister verschiedener Ressorts teilnahmen. Der Chefsekretär des Ministerpräsidenten Kwon Tae-shin bekräftigte die Notwendigkeit, ein umfassendes Programm für Cybersicherheit auszuarbeiten.