Innerkoreanisches
Immer weniger innerkoreanische Familienzusammenführungen
Write: 2009-07-15 10:31:21 / Update: 0000-00-00 00:00:00
Trotz größerer finanzieller Unterstützung der Regierung sind im letzten Jahr weniger innerkoreanische Familienzusammenführungen in einem Drittland zustande gekommen als in früheren Jahren.
Nach Angaben des südkoreanischen Rotkreuz-Verbandes wurden im Vorjahr insgesamt acht Familienzusammenführungen in einem Drittland verwirklicht. Im Jahr davor waren es 17 Treffen. Jeweils neun Familien ist es gelungen, die Existenz von Familienangehörigen im anderen Landesteil zu bestätigen, elf Fälle weniger als im Jahr davor.
Das Vereinigungsministerium nennt als größte Ursache die zuletzt wieder gestiegenen Spannungen in den innerkoreanischen Beziehungen.
Die innerkoreanischen Familienzusammenführungen sind offiziell seit 18 Monaten eingestellt. Bis Ende letzten Monats haben etwa 127.000 Südkoreaner ein Familientreffen beantragt. Mehr als 39.800 von ihnen sind jedoch verstorben, bevor ein Wiedersehen zustande kommen konnte. Allein in den letzten 12 Monaten sind 4.345 Antragsteller verstorben.
Die südkoreanische Regierung hatte im Juli letzten Jahres am nordkoreanischen Geumgang-Gebirge einen Treffpunkt für getrennte Familien fertig gestellt. Bislang konnte dort noch kein Familientreffen arrangiert werden. Hintergrund ist die Erschießung einer südkoreanischen Touristin in Nordkorea im letzten Sommer.
Für eine Familienzusammenführung im Ausland zahlt die Regierung bis zu sechs Millionen Won Unterstützung, derzeit etwa 3.300 Euro. Im Februar hatte die Regierung den Umfang der Hilfe um etwa 70 Prozent erhöht.
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