Südkoreanische private Hilfsorganisationen wollen ihre Hilfsprojekte für Nordkorea fortsetzen.
Hintergrund sind Berichte, dass die Regierung Reisen nach Nordkorea wieder schrittweise erlauben wolle. Seoul verbietet seit Nordkoreas zweitem Atomtest am 25. Mai jeglichen Besuch von Privatpersonen in Nordkorea.
Eine Hilfsorganisation teilte mit, im August ihre Hilfslieferungen nach Nordkorea fortsetzen zu wollen. Sollte das Reiseverbot tatsächlich aufgehoben werden, würden jeweils 50.000 Briketts ins Geumgang-Gebirge und nach Kaesong geliefert, hieß es.
Ein anderes Hilfswerk, das medizinische Hilfe in Nordkorea anbietet, will im August Vertreter nach Nordkorea schicken. Die Organisation wolle das Vorhaben umsetzen, an der medizinischen Hochschule Pjöngjang eine Fabrik für Infusionslösungen zu bauen, sagte die Generalsekretärin. Zudem müsse die unterbrochene Einrichtung einer Kinderstation in einer Klinik in der Stadt Nampo fortgesetzt werden.
Jedoch wurde auch Kritik an den angekündigten Schritten der Regierung laut. Die humanitäre Hilfe müsse nicht schrittweise sondern vollständig wieder zugelassen werden, unterstrich ein Vertreter einer Hilfsorganisation.