Nach nordkoreanischen Angaben gibt es keine neuen Entwicklungen im Fall des abgeschleppten südkoreanischen Fischkutters.
Dem Sprecher des Vereinigungsministeriums Chun Hae-sung zufolge, habe das eine Anfrage beim Norden ergeben. Die nordkoreanische Seite erklärte, zügig darüber zu informieren, sobald es Neuigkeiten gebe, hieß es.
Bei der letzten Kontaktaufnahme am Donnerstagnachmittag hatte Nordkorea mitgeteilt, mit dem Verhör der Fischer begonnen zu haben.
Der Ministeriumssprecher bekräftigte die Forderung, wonach Nordkorea das Schiff unter humanitären Gesichtspunkten und entsprechend den Gepflogenheiten bald wieder fahren lassen solle.
Der 29-Tonnen-Fischkutter „800 Yeonan“ war am frühen Donnerstagmorgen im Ostmeer von der nordkoreanischen Marine gestoppt und anschließend zum Hafen Jangjeon geschleppt worden. Das südkoreanische Schiff soll die Nördliche Seegrenzlinie (NLL) überquert haben und etwa 13 Kilometer weit in nordkoreanisches Hoheitsgebiet eingedrungen sein. Als Grund wird ein defektes Navigationssystem (GPS) vermutet.