Die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur Chosun Chungang hat über den abgeschleppten südkoreanischen Fischkutter berichtet.
In dem Bericht hieß es, die nordkoreanische Marine habe am 30. Juli ein südkoreanisches Schiff, das ohne Erlaubnis in nordkoreanisches Hoheitsgebiet eingedrungen sei, abgeschleppt. Die zuständige Behörde führe derzeit diesbezügliche Untersuchungen durch.
In dem Bericht wird vor allem betont, dass der südkoreanische Fischkutter die Seegrenze zu Nordkorea illegal überquert hat. Experten für innerkoreanische Angelegenheiten schließen die Möglichkeit nicht aus, dass die Untersuchungen in Nordkorea sich langwierig gestalten könnten.
Der 29-Tonnen-Fischkutter „800 Yeonan“ war am frühen Donnerstagmorgen im Ostmeer von der nordkoreanischen Marine zum Hafen von Jangjeon geschleppt worden. Das Schiff soll die Nördliche Grenzlinie (NLL) überquert haben. Nach Angaben des südkoreanischen Vereinigungsministeriums wird ein defektes Navigationssystem vermutet.
Am Freitag teilte das nordkoreanische Militär mit, dass über das Schicksal des abgeschleppten Fischkutters und dessen Besatzung erst nach grundlegenden Untersuchungen durch die zuständige Behörde entschieden werden werde.