Die Chefin der Unternehmensgruppe Hyundai Hyun Jung-eun ist am Montag Nachmittag von einem achttägigen Nordkoreabesuch zurückgekehrt.
Am südkoreanischen Grenzposten an der Dorasan-Station bestätigte Hyun in einer Erklärung, dass sich Hyundai und Nordkorea auf die Wiederaufnahme des Reiseprogramms zum Geumgang-Gebirge im Norden geeinigt hätten. Zudem werde ein neues Programm für Reisen zum höchsten Gipfel des Geumgang-Gebirges Biro beginnen. Nordkorea werde zudem den Südkoreanern den Grenzübertritt zu Fuß erlauben und Aufenthalte im Lande zulassen.
Sollte der Grenzverkehr auf dem Landweg normalisiert werden, würden auch die Reisen nach Kaesong wieder aufgenommen werden. Der Betrieb des innerkoreanischen Industriekomplexes Kaesong soll ebenfalls gefördert werden, teilte die Unternehmenschefin Hyun mit.
Hyundai wolle nun so bald wie möglich Reisen zum höchsten Berg auf der koreanischen Halbinsel Baekdu einführen, worauf sich das Unternehmen und Nordkorea bereits im November 2001 verständigt hatten. Zum Erntedankfesttag am 3. Oktober sollen auch innerkoreanische Familienzusammenführungen vorangetrieben werden.
Die Chefin der Unternehmensgruppe Hyundai, die bisher als Schalter für innerkoreanische Reiseprogramme diente, reiste am 10. August nach Nordkorea. Der ursprünglich für drei Tage geplante Besuch wurde fünfmal auf acht Tage verlängert, bis Hyun gestern mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong-il zusammentraf.
Während ihres Aufenthalts im Norden hat Nordkorea den seit März festgehaltenen Mitarbeiter von Hyundai Asan Yoo Sung-jin freigelassen.