Für die Umsetzung der Einigungen zwischen der südkoreanischen Unternehmensgruppe Hyundai und Nordkorea wird zunächst die Zustimmung der südkoreanischen Regierung erforderlich sein.
Auf einer Pressekonferenz auf dem Rückweg nach Seoul gab die Hyundai-Chefin Hyun Chung-eun bekannt, was die Einigungen mit Pjöngjang angehe, habe sie vor ihrer Abreise in den Norden mit der südkoreanischen Regierung nicht beraten können. Sie wolle sich darum bemühen, eine Genehmigung der Regierung in Seoul einzuholen.
Wie Hyun weiter sagte, habe das Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-il am Sonntag von 12 bis 16 Uhr am Myohyang-Berg stattgefunden. Sie habe sich mit ihm über umfassende Themen, darunter auch die Wiederaufnahme des Tourprogramms zum Geumgang-Gebirge austauschen können. Der nordkoreanische Machthaber soll versichert haben, dass sich ein Vorfall wie der Tod der Südkoreanerin im Juli 2008 nicht wiederholen werde.
Die Hyundai-Chefin soll außerdem die Frage der im Norden festgehaltenen Besatzungsmitglieder des südkoreanischen Fischkutters „800 Yeonan“ beim Treffen angesprochen haben. Kim vermied jedoch, auf die Frage einzugehen und sei der Meinung gewesen, dass diese Frage auf der Ebene der Regierungen gelöst werden müsse.
Die Unternehmensgruppe Hyundai und der nordkoreanische Ausschuss für Frieden in Asien und Pazifik hatten fünf gemeinsame Projekte, darunter die Zusammenführung von getrennt lebenden Familien zum Erntedankfest Anfang Oktober im nordkoreanischen Geumgang-Gebirge, vereinbart. Auf die Einigungen reagierte das südkoreanische Vereinigungsministerium insgesamt positiv.