Die nordkoreanische Delegation hat ihren Aufenthalt in Seoul verlängert.
Wie ein zuständiger südkoreanischer Regierungsbeamter in Seoul mitteilte, werde die Abordnung aus Pjöngjang weitere Beratungen mit südkoreanischen Regierungsvertretern über aktuelle innerkoreanische Fragen führen. Die nordkoreanische Delegation habe ihre Bereitschaft geäußert, Staatspräsident Lee Myung-bak einen Höflichkeitsbesuch abzustatten.
Politische Beobachter schließen die Möglichkeit nicht aus, dass das Treffen zwischen Präsident Lee und den Delegierten aus Nordkorea am Sonntag zustandekommen wird.
Am Samstagvormittag traf der Direktor für Wiedervereinigungsfragen der nordkoreanischen Arbeiterpartei Kim Yang-gun mit dem südkoreanischen Vereinigungsminister Hyun In-taek zusammen. Wie aus Regierungskreisen in Seoul verlautete, hätten sich beide umfassend ausgetauscht. Zu den wichtigsten Gesprächsthemen gehörten unter anderem die Frage des im Norden festgehaltenen südkoreanischen Fischkutters „800 Yeonan“ und die Festlegung des Termins für die Familienzusammenführung. Details zu den Ergebnissen des Treffens wurden jedoch nicht bekannt.
Die nordkoreanische Delegation wollte ursprünglich nach dem Kondolenzbesuch für den früheren Staatspräsidenten Kim Dae-jung in Seoul am Nachmittag in den Norden zurückfliegen.