Der US-Koordinator für Nordkorea-Sanktionen Philip Goldberg sieht die Einigungen zwischen Pjöngjang und dem Konzern Hyundai über Gemeinschaftsprojekte von den UN-Sanktionen getrennt.
Das sagte er nach dem Treffen mit dem südkoreanischen Atomunterhändler Wi Sung-lac am Vormittag gegenüber Reportern in Seoul.
Unter die UN-Sicherheitsresolution 1874 fielen keine humanitären Programme und Entwicklungsprojekte. In diesem Zusammenhang müssten die vereinbarte Wiederaufnahme der Reisen ins nordkoreanische Kaesong und Geumgang-Gebirge sowie der Betrieb des Kaesong-Industrieparks unabhängig von der Resolution betrachtet werden, betonte er.
Trotz der zuletzt versöhnlichen Signale aus Nordkorea würden die Strafmaßnahmen gegen das kommunistische Land weiter umgesetzt. Der Weltsicherheitsrat wolle damit Nordkoreas Rückkehr an den Verhandlungstisch erreichen, hieß es. Einen direkten Dialog zwischen Washington und Pjöngjang schloss Goldberg nicht kategorisch aus. Jedoch sei ein solcher Dialog nur im Rahmen der Sechser-Gespräche möglich, unterstrich er.
Am Nachmittag wird Goldberg mit Vertretern der südkoreanischen Ministerien für Auswärtiges, Finanzen und Verteidigung sowie der Zentralbank über die Umsetzung der Sanktionen gegen Nordkorea sprechen.