Das sechste innerkoreanische Ministertreffen hat heute im nordkoreanischen Gumgang-Gebirge begonnen. Der Schwerpunkt liegt darauf, neue Termine für die bereits vereinbarten Austauschprogramme festzulegen, die nächste Zusammenführung der getrennt lebenden Familien eingeschlossen. Südkoreas Chefdelegierter und Wiedervereinigungsminister, Hong Soon-young, drückte in seiner Grundsatzrede das tiefste Bedauern über die einseitige Verschiebung der Familienzusammenführung durch Nordkorea aus. Die erhöhte Alarmbereitschaft in Südkorea, mit der Nordkorea die Verschiebung begründete, seien notwendige Maßnahmen zum Schutz der in- und ausländischen Bewohner Südkoreas gewesen, sagte Minister Hong. Am ersten Tag der Ministerrunde hat Südkorea dazu aufgefordert, die Frage der getrennt lebenden Familien vorrangig zu behandeln und entsprechende Rotkreuzgespräche durchzuführen. Nordkorea hat jedoch darauf beharrt, dass die erhöhte Alarmbereitschaft in Südkorea nicht dem Geist der gemeinsamen innerkoreanischen Erklärung vom 15. Juni letzten Jahres entspreche. Zum unverzüglichen Zustandebringen der Familienzusammenführung sollte Südkorea dies beenden, forderte Nordkorea.