Beide Koreas haben neue Rotkreuzgespräche begonnen.
Eine dreiköpfige südkoreanische Delegation ist auf dem Landweg an der Ostküste im nordkoreanischen Geumgang-Gebirge eingetroffen.
Der Generalsekretär des Rotkreuzverbandes Kim Young-chul sagte vor der Abreise, seine Delegation wolle sich dafür einsetzen, zum Erntedankfest am 3. Oktober Familienzusammenführungen zu ermöglichen. Auch wolle Seoul die Nutzung des letztes Jahr fertig gebauten Treffpunktes für getrennt lebende Familien am Geumgang-Gebirge auf die Tagesordnung bringen. Weitere humanitäre Angelegenheiten, darunter die Frage der Kriegsgefangenen oder in den Norden entführten Südkoreaner, würden ebenfalls diskutiert. Über den jüngst abgeschleppten Fischkutter „Yeonan 800“ mit vier Fischern an Bord soll jedoch nicht angesprochen werden, hieß es.
Die letzten Rotkreuzgespräche fanden vor zwei Jahren statt. Die für drei Tage angesetzten Gespräche hat Südkorea vorgeschlagen. Anlass war eine Einigung zwischen Nordkorea und der Unternehmensgruppe Hyundai, im Oktober Familientreffen zu organisieren.