Vertreter der koreanischen Rotkreuzverbände haben ihre Beratungen über neue Treffen von seit dem Koreakrieg getrennt lebenden Familien am zweiten Tag fortgesetzt.
Am Mittwoch war eine vom Generalsekretär des Roten Kreuzes Kim Young-chel angeführte südkoreanische Delegation zu den dreitägigen Gesprächen im nordkoreanischen Geumgang-Gebirge eingetroffen. Bei den Gesprächen soll ein Zeitplan für Wiedersehen der getrennten Familien ausgehandelt werden. Dieses soll in der Woche des Erntedankfesttags am 3. Oktober stattfinden.
Die letzten Familienzusammenführungen hatten im Oktober 2007 stattgefunden. Seit dem Amtsantritt der konservativen Regierung Lee Myung-bak im Februar des Vorjahres kühlten sich die Beziehungen ab. Neue Familientreffen kamen daher nicht mehr zustande.
Mitte August hatte sich die Chefin der Unternehmensgruppe Hyundai, Hyun Jeong-eun, mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-il in Pjöngjang darauf verständigt, zum Erntedankfest am 3. Oktober ein neues Familientreffen zu arrangieren.