In Südkorea haben Rettungskräfte heute die Suche nach sechs vermissten Menschen fortgesetzt, die vermutlich von einer Flutwelle am innerkoreanischen Grenzfluss Imjin fortgerissen wurden. Drei Vermisste wurden mittlerweile tot aufgefunden.
Die Polizei und die Regierung in Seoul vermuten, dass gestern der Wasserstand des Imjin plötzlich angestiegen war, weil aus einem grenznahen Stausee in Nordkorea ohne Vorwarnung Wasser ausgelassen wurde. Die Gruppe des sechs Koreaner hatte am Imjin in der Nähe der Grenze gezeltet.
An der Suchaktion beteiligten sich nach Medienberichten etwa 2000 Rettungskräfte und Polizisten.
Nach Angaben des Vereinigungsministeriums in Seoul werden die Tore der Dämme in Nordkorea automatisch geöffnet, sobald das gestaute Wasser die maximale Höhe erreicht habe.