Nach dem Unglück am Imjin-Fluss am Sonntag hat Nordkorea zur Ursache Stellung genommen.
Demnach habe wegen eines Pegelanstiegs am Oberlauf des Imjin-Flusses Wasser aus dem Stausee abgelassen werden müssen, hieß es in einem am Montag zugestellten Telegramm. In Südkorea hatten die Wassermassen den Fluss über die Ufer treten lassen und mindestens drei Ausflügler getötet. Nordkorea wolle künftig den Süden informieren, bevor der Staudamm geöffnet wird, hieß es weiter.
Das südkoreanische Vereinigungsministerium kritisierte unterdessen die Stellungnahme als unzureichend. Auch habe Nordkorea die Todesopfer nicht bedauert. Die Regierung will nun Gespräche mit Nordkorea anstreben, um Maßnahmen für die gemeinsame Nutzung des Flusses und Vorbeugung von Flutkatastrophen zu institutionalisieren.