Die Überflutung des Unterlaufes des Imjin-Flusses hat Nordkorea nach Ansicht des südkoreanischen Vereinigungsministers Hyun In-taek beabsichtigt.
Der Minister sagte vor dem parlamentarischen Ausschuss für Außenpolitik, Handel und Vereinigung, dass Nordkorea mit Absicht Tore des Hwanggang-Damms geöffnet haben könnte. Bei der plötzlichen Überflutung am Sonntagmorgen kamen sechs südkoreanische Camper ums Leben. Nordkorea hatte angesichts des Protests der Seouler Regierung erklärt, dass Wasser aus dem Stausee abgelassen werden musste, weil der Wasserpegel am Oberlauf des Flusses plötzlich gestiegen sei.
Die südkoreanische Regierung bezeichnete die nordkoreanische Erklärung jedoch als fragwürdig. Das Vereinigungsministerium wies in einem Bericht vor dem Parlamentsausschuss darauf hin, dass es in Regionen um den nordkoreanischen Damm zuletzt am 26. und 27. August stark geregnet habe.