Das südkoreanische Außenministerium prüft nach der Flutwelle am Imjin-Fluss, ob Nordkorea gegen Völkerrecht verstoßen hat.
Nordkorea hatte am Sonntag mehrere tausend Tonnen Wasser aus einem Stausee am Grenzfluss ausgelassen. Bei der dadurch verursachten Überflutung kamen sechs südkoreanische Camper ums Leben.
Das Ressort prüft, ob das UN-Abkommen über die Nutzung internationaler Fließgewässer zu anderen Zwecken als zur Navigation auf den Fall anwendbar ist. Die Konvention sei 1997 verabschiedet worden, konnte jedoch noch nicht in Kraft treten, sagte ein Ministeriumsvertreter. Daher sei unklar, ob das Übereinkommen herangezogen werden könne. Zudem hätten weder Süd- noch Nordkorea das Abkommen unterzeichnet.
Das Ministerium erwäge daher, ob ein internationales Gewohnheitsrecht geltend gemacht werden könne, hieß es weiter.