Die südkoreanischen Parteien haben Nordkorea einstimmig zu einer Entschuldigung für den Tod von sechs südkoreanischen Campern am Injin-Fluss aufgefordert.
Der Fraktionsvorsitzende der regierenden Großen Nationalpartei (GNP) Ahn Sang-soo sagte, man sei über den unmenschlichen Akt Nordkoreas zutiefst empört. Er kritisierte darüber hinaus die Opposition und einige Bürgerverbände, die allein die südkoreanische Regierung an den Pranger stellten und keine Kritik an Nordkorea wagten.
Der Fraktionsvorsitzende der führenden Oppositionspartei Demokratische Partei (DP) Lee Kang-rae forderte Nordkorea zu einer Entschuldigung und einer Stellungnahme für die Vorbeugung ähnlicher Vorfälle auf. Lee kritisierte zugleich Vereinigungsminister Hyun In-taek. Dieser hatte am Mittwoch vor dem Parlament ausgesagt, dass die Überflutung des Flusses in Südkorea seiner Ansicht nach von Nordkorea beabsichtigt gewesen sei. Der Minister stütze sich dabei nicht auf verlässliche Hinweise und schüre lediglich Misstrauen und Unsicherheit der Bevölkerung gegenüber Nordkorea.