Nordkorea hat seine Forderung nach einer drastischen Anhebung der Löhne für seine Arbeiter im Kaesong-Industriepark offenbar zurückgezogen.
Der Norden habe am Donnerstag vorgeschlagen, die Löhne für nordkoreanische Arbeiter in diesem Jahr wie im Vorjahr um fünf Prozent anzuheben, teilte die stellvertretende Sprecherin des Vereinigungsministeriums Lee Jong-ju mit. Demnach werde der monatliche Mindestlohn von derzeit 55,13 Dollar auf 57,88 Dollar steigen. Die neue Lohnregelung solle für den Zeitraum vom 1. August 2009 bis zum 31. Oktober 2010 gelten, hieß es.
Noch im Juni hatte Nordkorea bei Verhandlungen über den innerkoreanischen Industriekomplex einen Monatslohn von 300 Dollar je Arbeiter verlangt.
Noch sei unklar, ob der Norden endgültig auf seine frühere Forderung verzichten will, fügte die Sprecherin hinzu. Das müsse das Ministerium noch klären.