Nordkoreanische Soldaten haben einen Tag vor der Überflutung am Imjin-Fluss einen ungewöhnlichen Kontrollgang an der Grenze durchgeführt.
Dies teilte das südkoreanische Militär am Freitag den Abgeordneten des parlamentarischen Verteidigungsausschusses mit, die zur Untersuchung der Katastrophe eine Truppeneinheit an der Grenze besucht hatten. Ein Abgeordneter sagte der Nachrichtenagentur Yonhap, dass mehr als zehn nordkoreanische Soldaten am vergangenen Samstag in der Gegend an der Grenze für etwa zwei Stunden lang eine Patrouille gemacht hätten. Das südkoreanische Militär ermittele derzeit einen möglichen Zusammenhang zwischen dem ungewöhnlichen Kontrollgang der nordkoreanischen Soldaten und der Flutwelle am Imjin-Fluss am nächsten Tag.
In der Nacht auf Sonntag hatte Nordkorea aus dem Staubecken eines Damms am Oberlauf des Flusses große Wassermassen ablaufen lassen, so dass der Flussunterlauf in Südkorea überschwemmt wurde. Sechs Camper kamen dabei ums Leben.