Das Zustandebringen innerkoreanischer Familienzusammenführungen wird künftig höchstwahrscheinlich leichter möglich sein. Vertreter beider Rotkreuzverbände haben gestern vereinbart, an der Grenze im Norden einen ständigen Treffpunkt für in Nord und Süd getrennt lebende Familien einzurichten. Südkorea wird Baumaterial und Nordkorea die Arbeitskräfte zur Verfügung stellen. Nach der Fertigstellung des Treffpunktes sollen dort regelmäßig getrennte Familien zusammengeführt werden. Nordkorea versprach zudem, Südkoreas Vorschlag zur Einrichtung eines weiteren Treffpunktes in der Südhälfte zu überprüfen. Laut der zum Abschluss der Gespräche veröffentlichten sechs Punkte umfassenden gemeinsamen Erklärung wollen beide Koreas Nachforschungen über im Koreakrieg Vermisste aufnehmen. Außerdem soll der Briefwechsel zwischen den getrennt lebenden Familienangehörigen ausgeweitet werden. Über weitere Einzelheiten soll Mitte Oktober im Geumgang Gebirge in Nordkorea verhandelt werden.