Nordkorea hat Bedauern über das Unglück am Imjin-Fluss im September zum Ausdruck gebracht.
Das südkoreanische Vereinigungsministerium teilte mit, dass die nordkoreanischen Delegierten bei den laufenden Gesprächen über den gemeinsamen Hochwasserschutz eine entsprechende Stellungnahme veröffentlicht hätten. Nordkorea bedauere, dass sechs Südkoreaner von der Flutwelle getötet wurden, habe es geheißen.
Die zuständigen Behörden in Nordkorea hätten sich an dem Tag dazu gezwungen gesehen, den Staudamm am Oberlauf des grenzüberschreitenden Flusses schnell zu öffnen, um eine schlimmere Katastrophe zu verhindern. Die Nordkoreaner hätten darüber hinaus ihr herzliches Beileid an die Hinterbliebenen ausgesprochen.
Nach dem Unglück Anfang September hatte die südkoreanische Regierung Nordkorea zur Aufklärung der genauen Umstände sowie einer offiziellen Entschuldigung aufgefordert. Ein Sprecher des Vereinigungsministeriums sagte, Südkorea betrachte die heutige Stellungnahme Nordkoreas als Entschuldigung, obwohl nicht unmittelbar das Wort „Entschuldigung“ verwendet worden sei.
Die Gespräche in Kaesong waren am Vormittag aufgenommen worden. In der Eröffnungsansprache schlug Südkorea den gemeinsamen Hochwasserschutz sowie die gemeinsame Nutzung des grenzüberschreitenden Flusses vor. Die Gespräche werden am Nachmittag fortgesetzt.