Beide Koreas haben bei ihren Rotkreuz-Gesprächen über humanitäre Angelegenheiten und Familienzusammenführungen am Freitag eine Einigung verfehlt.
Wie Südkoreas Chefunterhändler Kim Ui-do mitteilte, verhinderten Differenzen über die Familientreffen ein greifbares Ergebnis.
Südkorea schlug neue Familientreffen im November in Seoul und Pjöngjang sowie zum Mondneujahr im Februar vor. Auch wurde vorgeschlagen, Familienzusammenführungen am neu gebauten Treffpunkt am Geumgang-Gebirge regelmäßig durchzuführen. Verlangt wurde außerdem eine grundlegende Lösung der Frage der nach Nordkorea entführten Südkoreaner und der während des Koreakriegs gefangen genommenen Soldaten.
Nordkorea habe jedoch die Notwendigkeit von Familienzusammenführungen nicht bestritten. Auch habe der Norden um humanitäre Hilfe gebeten. Jedoch sei offen gelassen worden, welche Art von Hilfe gewünscht sei. Südkorea wolle die Anfrage überprüfen, hieß es.
Die Gespräche wurden dreimal unterbrochen. Beide Seiten wollen über ihre Verbindungsoffiziere im Waffenstillstandsdorf Panmunjom über den Termin für neue Gespräche beraten.
Süd- und Nordkorea hatten im September erstmals seit zwei Jahren wieder im Koreakrieg (1950-53) auseinander gerissene Familien zusammengeführt.