Beide Koreas sind offenbar letzte Woche in Singapur zu einem Geheimgespräch zusammengekommen.
Nach Angaben von KBS-Reportern sei dabei über ein neues innerkoreanisches Gipfeltreffen diskutiert worden. Beide Seiten hätten Differenzen über die Nuklearproblematik und den Veranstaltungsort des Gipfels gehabt.
Einem Bericht zufolge wurde Nordkorea vom Direktor für Vereinigungsfragen der Arbeiterpartei Kim Yang-gon und dem Abteilungsleiter im Komitee für Frieden in Asien-Pazifik Won Dong-yeon vertreten. Aus Südkorea habe eine hochrangige Persönlichkeit aus dem Bereich der Vereinigungspolitik teilgenommen.
Seoul soll die Notwendigkeit betont haben, dass Nordkorea seine Position in der Nuklearfrage grundlegend ändert. Südkorea habe außerdem gefordert, dass Kim Jong-il sein Versprechen für einen Gegenbesuch in Seoul einhält. Die bislang einzigen zwei Gipfeltreffen hatten in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang stattgefunden. In der Frage sei noch keine Einigung erzielt worden, weil Nordkorea Schwierigkeiten mit dem Personenschutz für seinen Staatschef sehe, hieß es weiter.
Das Büro des südkoreanischen Präsidenten wollte den Bericht am Donnerstag weder bestätigen noch dementieren.
Jedoch wies das Büro vor zwei Tagen einen Bericht zurück, wonach der nordkoreanische Parteifunktionär Kim Yang-gon und der südkoreanische Abgeordnete Lee Sang-deuk in einem Drittland zu einem geheimen Treffen zusammengekommen seien. Der Volksvertreter, gleichzeitig ein älterer Bruder des Präsidenten Lee, bezeichnete die Meldung als haltlos.
Der Funktionär hatte zum Tod des ehemaligen südkoreanischen Präsidenten Kim Dae-jung im vergangenen August Seoul besucht und auch den amtierenden Präsidenten Lee Myung-bak getroffen.