Südkoreas Vereinigungsminister Hyun In-taek will im Zusammenhang mit der Lösung der Frage südkoreanischer Kriegsgefangenen und Entführten in Nordkorea das deutsche Beispiel prüfen.
Bei der parlamentarischen Rechnungsprüfung verwies der Minister darauf, dass die Bundesrepublik Deutschland der ehemaligen DDR eine bestimmte Summe Devisen bzw. Waren bezahlt hatte, um im Gegenzug politische Gefangene freizubekommen. Für Südkorea solle dies ebenfalls eine Option sein, damit Kriegsgefangene und Entführte in Nordkorea in ihre Heimat zurückkehren könnten.
Die Seouler Regierung hatte bereits bei den innerkoreanischen Rotkreuzgesprächen im August dem Norden vorgeschlagen, nach neuen und grundlegenden Lösungen für die Frage der Kriegsgefangenen und Entführten zu suchen.