Die nach einer 17-monatigen Pause wieder aufgenommenen innerkoreanischen Militärgespräche stehen kurz vor einem erfolgreichen Abschluss. Beiden Teilen Koreas ist es gestern gelungen, sich prinzipiell auf die Annahme eines Einigungsdokuments zur gegenseitigen Garantie der Sicherheit bei den Bauarbeiten für innerkoreanische Bahn- und Straßenverbindungen in der entmilitarisierten Zone (DMZ) zu einigen. Das Dokument, dessen Entwurf bereits im Februar letzten Jahres ausgearbeitet wurde, soll morgen, einen Tag vor dem Baubeginn, in Kraft treten. Der Einigung zufolge wird innerhalb der vier Kilomenter langen DMZ jeweils eine 250 und 200 Meter lange, gemeinsame Sicherheitszone für die Bahn- und Straßenverbindung ausgewiesen werden. Darin sollen außer einem Wachhaus keine Militäranlagen gebaut werden. Termine für Bauarbeiten und Minenräumungen sollen rechtzeitig vorher mitgeteilt werden. Außerdem haben beide Teile Koreas zum ersten Mal prinzipiell vereinbart, eine telefonische Direktverbindung zwischen beiden Seiten einzurichten. Bei den letzten Wirtschaftsgesprächen, Ende August, hatten sich beide Koreas darauf geeinigt, die Bahnlinie Gyeong-eui zwischen Seoul und Shinuiju an der Grenze zu China bis Ende dieses Jahres und parallel dazu verlaufende Straßen bis zum nächsten Frühjahr fertig zu stellen. Vereinbart wurde zudem die 27 Kilometer lange Strecke der Dong-hae Bahnlinie und der parallel verlaufenden Straße wieder zu verbinden.