Präsident Lee Myung-bak sieht Grenzen in der innerkoreanischen Zusammenarbeit, solange der Atomstreit mit Nordkorea nicht beigelegt wird.
Das sagte Lee in seiner Grundsatzrede beim vom britischen Institut Economist Intelligence Unit in Seoul veranstalteten „Business Roundtable“.
Der Ausbau der Kooperation zwischen Süd- und Nordkorea werde für Frieden und eine nachhaltige Entwicklung sowohl in der ostasiatischen Region als auch in der ganzen Welt nützlich sein. Dafür müsse ein großes Hindernis, nämlich die Nuklearproblematik, beseitigt werden, bekräftigte der Präsident.
Zum von ihm vorgeschlagenen „Grand Bargain“ im Atomstreit sagte Lee, dass er dafür weitgehend die Zustimmung der Teilnehmerstaaten bei den Sechser-Nukleargesprächen erhalten habe. Nordkoreas Machthaber Kim Jong-il glaube irrtümlicherweise daran, dass er jederzeit mit Südkorea, den USA und China verhandeln könnte. Lee hoffe, dass Pjöngjang bald an den Verhandlungstisch zurückkehrt und gemeinsam mit den anderen Teilnehmerstaaten nach Wegen für die Lösung der Nuklearproblematik sucht, hieß es weiter.