Ministerpräsident Chung Un-chan hat den Schusswechsel im Westmeer am Vormittag als Zwischenfall bezeichnet.
Nach Warnungen und Warnschüssen der südkoreanischen Marine habe das nordkoreanische Patrouillenboot umgehend das Feuer eröffnet. Daraus habe sich ein Schusswechsel entwickelt, sagte der Ministerpräsident vor dem Parlament. Ein nordkoreanisches Patrouillenboot sei in Brand geraten und in den Norden zurückgekehrt. Auf südkoreanischer Seite habe es keine Verletzten gegeben.
Direkt nach dem Zwischenfall sei eine Sitzung der für Sicherheitsfragen zuständigen Minister unter Leitung des Staatspräsidenten Lee Myung-bak einberufen worden, hieß es.
Zuvor hatte das Hauptquartier des Generalstabs bekannt gegeben, dass es im Westmeer einen Schusswechsel zwischen süd- und nordkoreanischen Schiffen gegeben habe. Ursache sei, dass ein nordkoreanisches Patrouillenboot die Nördliche Grenzlinie (NLL) im Westmeer gegen 11.28 Uhr verletzt und rund 0,7 Meilen in südliches Gebiet vorgestoßen sei. Trotz wiederholter Warnungen der südkoreanischen Marine sei das Schiff weiter gefahren, daraufhin wurden Warnschüsse abgegeben, so der südkoreanische Generalstab.