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Problem um entführte Japaner gefährdet Beginn nordkoreanisch-japanischer Normalisierungsverhandlungen

Write: 2002-09-19 00:00:00Update: 0000-00-00 00:00:00

Das Problem um die in den 1970er und -80er Jahren von nordkoreanischen Agenten entführten Japaner hat sich erneut zu einem großen Hindernis für die Wiederaufnahme der Gespräche zur Normalisierung der diplomatischen Beziehungen zwischen Japan und Nordkorea entwickelt. Dies berichteten am Donnerstag diplomatische Kreise in Tokio. Nordkoreas Staatschef Kim Jong-il wird von der japanischen Bevölkerung für die Entführungen verantwortlich gemacht und Kritiker in Japan fordern ein Unterbleiben aller Gespräche bis zur vollständigen Aufklärung der Entführungsfälle. Nachdem am vergangenen Dienstag Kim Jong-il beim Gipfelgespräch mit Koizumi überraschenderweise zugegeben hatte, dass Japaner von nordkoreanischen Agenten entführt worden waren, strebt Tokio nun die Rückkehr von vier noch lebenden Entführungsopfern an. Weiterhin sollen die Schicksale der bereits Verstorbenen lückenlos aufgeklärt werden, um etwaige Schadensersatzansprüche der betroffenen Familien gegenüber der nordkoreanischen Regierung geltend machen zu können. Falls der Norden die entsprechenden Informationen nicht rechtzeitig zur Verfügung stellt, kann gemäß der „Pjöngjanger Erklärung“ der Beginn der Normalisierungsgespräche bis auf Mitte Oktober aufgeschoben werden.

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