Vertreter aus Nord- und Südkorea sind zu einer Besichtigung nach China und Vietnam aufgebrochen, um Anregungen für ein erfolgreiches Management des gemeinsamen Industriekomplexes in Kaesong zu erhalten.
Dies teilte das Vereinigungsministerium in Seoul mit.
Ein Team von jeweils zehn Vertretern beider Seiten fuhr zunächst in die südchinesische Hafenstadt Qingdao. Anschließend sind Besuche in Suzhou, einem wichtigen Standort für Chinas Seidenindustrie, in Shenzhen, einem Finanzzentrum im Süden und schließlich im vietnamesischen Yenpong vorgesehen. Nach Angaben des Ministeriums werde die Reise bis zum 22. Dezember dauern.
In einer Mitteilung des Ministeriums hieß es, die Reise diene dazu, sich einen Überblick über die Wettbewerbsfaktoren erfolgreicher Industrieanlagen im Ausland zu verschaffen.
Die letzten Monat erfolgte Einwilligung Nordkoreas, an der Besichtigungstour teilzunehmen, deutete darauf hin, dass dem Norden an der Aufrechterhaltung des Industrieparks in Kaesong gelegen ist. Nachdem es Anfang des Jahres zu Auseinandersetzungen über Löhne und Grundstücksteuern gekommen war, schien das Schicksal des Industriekomplexes noch ungewiss.
Kaesong war 2004 eröffnet worden. 116 südkoreanische Firmen beschäftigen dort derzeit mehr als 40.800 nordkoreanische Arbeiter, die hauptsächlich für die Herstellung von elektronischen Artikeln, Kleidung und Haushaltsgegenständen zuständig sind.